
Flossing
Flossing in Halle: Ein elastisches Band wird kurzzeitig um Gelenk oder Muskel gewickelt, kombiniert mit Bewegung. Ergänzend, keine Kassenleistung.
Beim Flossing wird ein breites, elastisches Band für kurze Zeit fest um ein Gelenk oder einen Muskel gewickelt. Unter dieser Kompression bewegen Sie den Bereich aktiv. Wir setzen Flossing ergänzend ein, wenn es zu Ihrem Befund passt.
Was ist Flossing?
Flossing stammt aus dem Sport und wird inzwischen auch in der Physiotherapie genutzt. Ein spezielles Gummiband, das sogenannte Flossband, wird mit Zug um den zu behandelnden Bereich gewickelt, zum Beispiel um Sprunggelenk, Knie, Ellenbogen oder Oberschenkel. Mit angelegtem Band führen Sie für kurze Zeit, meist nur wenige Minuten, gezielte Bewegungen aus. Danach wird das Band wieder gelöst.
Die Kombination aus Kompression, Zug auf das Gewebe und Bewegung soll die Beweglichkeit im behandelten Bereich unterstützen.
Wann Flossing eingesetzt wird
Flossing wird häufig bei Bewegungseinschränkungen von Gelenken und bei Beschwerden der Muskulatur und Sehnen eingesetzt, auch in der Phase nach einer Verletzung, sobald der Bereich wieder belastet werden darf. Es kann außerdem dazu dienen, eine Bewegung vorzubereiten, die anschließend in Übungen weiter erarbeitet wird.
Wie Flossing genau wirkt, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Wir nutzen es deshalb als ergänzende Technik innerhalb einer aktiven Behandlung, nicht als alleinige Therapie.
Sicherheit beim Flossing
Durch die Kompression wird die Durchblutung im behandelten Bereich kurzzeitig vermindert. Das Band bleibt deshalb nur kurz angelegt, und wir achten auf Hautfarbe und Empfinden. Ein Kribbeln oder Druckgefühl ist während der Anwendung möglich; melden Sie sich bitte, wenn es unangenehm wird.
Nicht geeignet ist Flossing unter anderem bei Thrombose, Durchblutungsstörungen, Krampfadern im Behandlungsgebiet, offenen Wunden, Hautkrankheiten oder einer Latexallergie. Wir fragen deshalb vor der ersten Anwendung nach Ihrem Gesundheitszustand.
Für wen
- Menschen mit Bewegungseinschränkungen an Gelenken wie Sprunggelenk, Knie oder Ellenbogen
- Menschen mit Beschwerden an Muskulatur oder Sehnen
- Sportlerinnen und Sportler auf dem Weg zurück in Training und Wettkampf
- Menschen in der Phase nach einer Verletzung, sobald der Bereich belastet werden darf
So läuft es ab
- Befund und Klärung möglicher Gegenanzeigen.
- Anlegen des Flossbands mit angepasstem Zug.
- Aktive Bewegungen mit angelegtem Band für wenige Minuten.
- Lösen des Bands und Überprüfung der Beweglichkeit.
- Weiterführende Übungen in der Behandlung.
Verordnung und Kosten
Flossing ist kein Heilmittel nach dem Heilmittelkatalog und damit keine eigenständige Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung. Als Technik kann es ergänzend innerhalb einer verordneten Behandlung eingesetzt werden, wenn es fachlich sinnvoll ist. Ob und wie wir Flossing darüber hinaus als Selbstzahlerleistung anbieten, besprechen wir gern mit Ihnen.
Häufige Fragen
Tut Flossing weh?
Das Band übt deutlichen Druck aus, und die Bewegung unter Kompression kann ungewohnt sein. Die Anwendung sollte aber gut auszuhalten bleiben. Wir passen den Zug des Bands an Ihre Rückmeldung an.
Warum ist die Haut nach dem Flossing gerötet?
Nach dem Lösen des Bands strömt wieder mehr Blut in den Bereich, die Haut kann sich deshalb kurzzeitig röten. Das ist üblich und klingt in der Regel rasch ab.
Weitere Leistungen
FaszientherapieManuelle Techniken und Übungen für das Bindegewebe, meist ergänzend in Ihrer Behandlung. In der Regel keine Kassenleistung.
KinesiotapingElastische Tapes, die ergänzend zu Ihrer Therapie auf die Haut geklebt und mehrere Tage getragen werden können.
Manuelle TherapieGezielte Untersuchung und Behandlung von Gelenk- und Wirbelsäulenfunktionen, kombiniert mit aktiven Übungen.
KrankengymnastikAktive Physiotherapie mit gezielten Übungen, abgestimmt auf Ihren Befund und Ihre Ziele. Auf ärztliche Verordnung.
PNF + N.A.P.-TherapieKonzepte, die Bewegung über Nervensystem und Alltagsaktivität gezielt fördern, neurologisch und orthopädisch.
AtemtherapiePhysiotherapeutische Behandlung bei Erkrankungen der Atemwege und der Lunge, mit Atemtechniken, Übungen und Training.
Neuro PhysiotherapieBehandlung neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson und Multiple Sklerose.
Kiefergelenkbehandlung – CMDPhysiotherapie bei Beschwerden von Kiefergelenk und Kaumuskulatur, ärztlich oder zahnärztlich verordnet.
TraktionGezielter, dosierter Zug an Gelenken oder Wirbelsäule, um Gelenkflächen zu entlasten. Als Teil Ihrer Behandlung.
MassagenKlassische Massagetherapie bei Verspannungen und Beschwerden der Muskulatur, als Baustein Ihrer Therapie.
Manuelle LymphdrainageSanfte Grifftechnik, die den Abtransport von Gewebeflüssigkeit unterstützen soll, etwa bei Ödemen oder nach Operationen.
SchröpfenSchröpfgläser erzeugen einen Unterdruck auf der Haut, um Gewebe und Muskulatur zu behandeln. In der Regel keine Kassenleistung.
FangoWarme Packungen als ergänzende Wärmetherapie, zum Beispiel zur Vorbereitung auf Manuelle Therapie oder Krankengymnastik.
Ultraschall + ElektrotherapieErgänzende physikalische Anwendungen, meist in Kombination mit Krankengymnastik oder Manueller Therapie.
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