
PNF + N.A.P.-Therapie
PNF und N.A.P.-Therapie in Halle: Konzepte, die Bewegung über Nervensystem und Alltagsaktivität gezielt fördern, neurologisch und orthopädisch.
PNF und N.A.P. sind zwei physiotherapeutische Behandlungskonzepte, die das Zusammenspiel von Nervensystem und Bewegungsapparat in den Mittelpunkt stellen. Beide arbeiten mit aktiven, alltagsnahen Bewegungen. Welches Konzept für Sie passt, ergibt sich aus unserer therapeutischen Diagnostik.
Was ist PNF?
PNF steht für Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation. Das Konzept wurde in den 1940er- und 1950er-Jahren in den USA entwickelt. Propriozeptiv bezieht sich auf die Rezeptoren in Muskeln, Sehnen und Gelenken, die dem Gehirn Informationen über Stellung und Bewegung des Körpers liefern. Fazilitation bedeutet Erleichterung.
In der Behandlung werden Bewegungen in diagonalen und spiralförmigen Mustern ausgeführt, wie sie auch im Alltag vorkommen. Gezielter Widerstand, Druck, Zug und verbale Anleitung durch die Therapeutin oder den Therapeuten sollen dabei die Aktivierung der Muskulatur und die Koordination fördern.
Was ist N.A.P.?
N.A.P. steht für Neuroorthopädische Aktivitätsabhängige Plastizität und wurde von der Physiotherapeutin Renata Horst entwickelt. Plastizität beschreibt die Fähigkeit von Nervensystem und Bewegungsapparat, sich an Anforderungen anzupassen. Das Konzept geht davon aus, dass diese Anpassung vor allem durch Aktivitäten entsteht, die für den Menschen bedeutsam sind.
Deshalb wird in der N.A.P.-Therapie nicht isoliert geübt, sondern an konkreten Handlungen: zum Beispiel beim Aufstehen, Gehen, Greifen oder bei einer Tätigkeit aus Beruf oder Hobby. Die Therapeutin oder der Therapeut unterstützt die Bewegung gezielt mit den Händen und verbindet dabei neurologische und orthopädische Sichtweisen.
Wann PNF und N.A.P. eingesetzt werden
Beide Konzepte werden bei neurologischen Erkrankungen eingesetzt, etwa nach einem Schlaganfall, bei Multipler Sklerose oder bei Morbus Parkinson. Sie eignen sich aber auch für orthopädische und chirurgische Beschwerden, zum Beispiel nach Operationen oder bei Störungen der Bewegungskontrolle.
Das passt zu unserem Ansatz der aktivitätsorientierten Therapie. Menschen mit sehr stark ausgeprägten Einschränkungen aufgrund neurologischer Erkrankungen begleiten wir in unserer Praxis für ambulante Neurorehabilitation, der Neurophysiotherapie Kröllwitzer Brücke.
Für wen
- Menschen nach einem Schlaganfall
- Menschen mit Multipler Sklerose, Morbus Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen
- Menschen mit Störungen von Koordination, Gleichgewicht oder Bewegungskontrolle
- Menschen nach Operationen oder Verletzungen, bei denen Bewegungsabläufe neu erarbeitet werden
- Menschen, die an konkreten Alltagsaktivitäten arbeiten möchten
So läuft es ab
- Therapeutische Diagnostik mit Beobachtung typischer Alltagsaktivitäten.
- Gemeinsame Auswahl der Aktivitäten, an denen wir arbeiten.
- Behandlung mit PNF-Bewegungsmustern oder aktivitätsbezogen nach N.A.P.
- Übertragung in den Alltag mit Übungen für zu Hause.
- Verlaufskontrolle an Ihren Zielen.
Verordnung und Kosten
PNF kann bei neurologischen Erkrankungen als Krankengymnastik zur Behandlung von Erkrankungen des zentralen Nervensystems (KG-ZNS) ärztlich verordnet werden. Diese Behandlung setzt eine entsprechende Zusatzqualifikation der Therapeutin oder des Therapeuten voraus. Ob eine Behandlung nach dem N.A.P.-Konzept in Ihrem Fall verordnet werden kann, besprechen wir gern mit Ihnen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen PNF und N.A.P.?
PNF arbeitet mit festgelegten diagonalen Bewegungsmustern und gezieltem Widerstand. N.A.P. setzt direkt an bedeutsamen Alltagsaktivitäten an und verbindet neurologische und orthopädische Sichtweisen. Beide Konzepte stellen die aktive Bewegung in den Mittelpunkt.
Sind PNF und N.A.P. nur für neurologische Erkrankungen gedacht?
Nein. Beide Konzepte werden auch bei orthopädischen und chirurgischen Beschwerden eingesetzt, zum Beispiel nach Operationen oder bei Störungen der Bewegungskontrolle.
Weitere Leistungen
KrankengymnastikAktive Physiotherapie mit gezielten Übungen, abgestimmt auf Ihren Befund und Ihre Ziele. Auf ärztliche Verordnung.
PhysiotherapieAktivitätsorientiert, auf Grundlage therapeutischer Diagnostik, für gesetzlich und privat Versicherte.
motorisch funktionelle BehandlungGezielte Therapie bei Einschränkungen von Hand, Arm und Bewegung im Alltag. Auf Verordnung.
Neuro PhysiotherapieBehandlung neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson und Multiple Sklerose.
AtemtherapiePhysiotherapeutische Behandlung bei Erkrankungen der Atemwege und der Lunge, mit Atemtechniken, Übungen und Training.
Manuelle TherapieGezielte Untersuchung und Behandlung von Gelenk- und Wirbelsäulenfunktionen, kombiniert mit aktiven Übungen.
Kiefergelenkbehandlung – CMDPhysiotherapie bei Beschwerden von Kiefergelenk und Kaumuskulatur, ärztlich oder zahnärztlich verordnet.
TraktionGezielter, dosierter Zug an Gelenken oder Wirbelsäule, um Gelenkflächen zu entlasten. Als Teil Ihrer Behandlung.
FaszientherapieManuelle Techniken und Übungen für das Bindegewebe, meist ergänzend in Ihrer Behandlung. In der Regel keine Kassenleistung.
MassagenKlassische Massagetherapie bei Verspannungen und Beschwerden der Muskulatur, als Baustein Ihrer Therapie.
Manuelle LymphdrainageSanfte Grifftechnik, die den Abtransport von Gewebeflüssigkeit unterstützen soll, etwa bei Ödemen oder nach Operationen.
SchröpfenSchröpfgläser erzeugen einen Unterdruck auf der Haut, um Gewebe und Muskulatur zu behandeln. In der Regel keine Kassenleistung.
FangoWarme Packungen als ergänzende Wärmetherapie, zum Beispiel zur Vorbereitung auf Manuelle Therapie oder Krankengymnastik.
Ultraschall + ElektrotherapieErgänzende physikalische Anwendungen, meist in Kombination mit Krankengymnastik oder Manueller Therapie.
FlossingEin elastisches Band wird kurzzeitig um Gelenk oder Muskel gewickelt, kombiniert mit Bewegung. Ergänzend, keine Kassenleistung.
KinesiotapingElastische Tapes, die ergänzend zu Ihrer Therapie auf die Haut geklebt und mehrere Tage getragen werden können.
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